Kurzportrait
Lorenzo Medici (1959)
M. Sc. Psychologie
MAS Berufs-, Studien- und Laufbahnberater
An meinem 67. Geburtstag hörte ich auf meinem inneren Sender «Audio‑Mental» die Botschaft, meine Aufgabe sei nun:
die Aufgabe der Aufgabe.
Für mich bedeutet das: Nicht aufgeben, sondern das Wesentliche weiterführen – sinnvoll, bewusst und mit Freude.
Mit dieser Haltung möchte ich auch andere ermutigen, ihre Herausforderungen als freudige Einladung zum Weitergehen zu sehen.
Was bisher geschah
Seit gut 30 Jahren begleite ich Menschen zu beruflichen
Lösungen – in den Bereichen:
- Invalidenversicherung
- BIZ
- Reha-Kliniken
- Case-Management
- Sozialunternehmen
- Sonderschulen
2011 gründete ich meine private Laufbahnberatung
VIA MEDICI. Parallel dazu war ich als Berufsberater
bei der Invalidenversicherung und als Lerncoach an der
Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) tätig.
Zusätzlich engagierte ich mich ehrenamtlich bei Profunda Suisse
(dem schweizerischen Fachverband für Berufs-, Studien- und
Laufbahnberatung bzw. Laufbahnentwicklung) sowie im Vorstand der
Schweizerischen Gesellschaft für Laufbahn- und Personalpsychologie
(SGLP), einem Gliedverband der Föderation Schweizer Psycholog:innen
(FSP).
Meine Laufbahn wurde ergänzt durch betriebswirtschaftliche und
mathematische Weiterbildungen (AKAD) sowie verschiedene fachliche
Fortbildungen.
Leben ist permanente Weiterbildung
Im Verlauf meines Berufslebens hat sich mein Handeln von bewusster
Inkompetenz hin zu unbewusster Kompetenz entwickelt. Heute agiere
ich auch in komplexen Beratungs- und Reintegrationssituationen
intuitiv und stimmig.
Meine Arbeit verbindet analytisches Denken, Empathie, Humor,
Planungsstärke und Kreativität.
Spezialgebiete und Haltung
Aus meiner Erfahrung der beruflichen Reintegration von Menschen
mit Handicaps und eigener Betroffenheit erwuchs mein besonderes
Interesse am Thema «Sinn in Lebenskrisen».
Ich interessiere mich noch heute für den Menschen als von der
Natur hervorgebrachtes, durch Arbeit und Gesellschaft geprägtes,
schöpferisches Wesen, das gleichzeitig
an seiner eigenen Weiterentwicklung mitschreibt.
Theoretisch stütze ich mich auf Erkenntnisse der Persönlichkeits-,
Entwicklungs- und Gesundheitspsychologie. Wichtig sind mir auch
verschiedene Ansätze aus der Philosophie und Theologie.
Daraus suche ich gemeinsam mit jedem Menschen nach individuellen
Wegen zu Sinn, Selbstwirksamkeit und beruflicher Orientierung.
Stimmen aus der Beratungspraxis
MONTES
„Lorenzo Medici hat meine beiden Töchter etwa 10 Monate lang
einmal pro Woche individuell auf die 2. Sek-Gymnasialprüfung
vorbereitet. Sie erzielten eine Note von 5,25 (ZAP2-Prüfung 2025)
und eine Note von 5 (ZAP2-Prüfung 2026). Meine Töchter kamen sehr
gut mit dem Unterrichtstempo zurecht und waren sehr zufrieden mit
Herrn Medicis Erklärungen zu den Punkten, die sie nicht verstanden
hatten. Zwischen den Lektionen versorgte Herr Medici meine beiden
Töchter mit weiterführenden Informationen und Hinweisen. Herr
Medici ist zudem sehr zuverlässig – er hat noch nie eine
Unterrichtsstunde abgesagt. Ich kann ihn ohne zu zögern als
Mathematiklehrer weiterempfehlen.“
PONTES
„Nach meiner KV-Lehre wusste ich – das kann es noch nicht gewesen
sein. Ich wollte mich weiterbilden, konnte mich aber nicht
entscheiden, wohin meine berufliche Reise gehen soll. Zum einen,
weil mich viele Themen interessieren, zum anderen weil das Angebot
an Weiterbildungen riesig ist. Mit der grossartigen Unterstützung
von Herrn Medici konnte ich mich endlich für eine Studienrichtung
festlegen und bin auch heute noch äusserst zufrieden mit dieser
Entscheidung. Vielen Dank für Ihre Hilfe!“
MONTES
„Herr Medici ist ein engagierter, zuverlässiger Lehrer, der
technische Aspekte und Prüfungsstrategien miteinander verbindet.
Dank seiner Erfahrung ging er auf den Lernstil und die Einstellung
unseres Sohnes ein und passte den Unterricht entsprechend an.
Herr Medici hat Zugang zu allen für die Aufnahmeprüfung relevanten
Inhalten und erstellt einen massgeschneiderten Plan, um den Stoff
zeitlich abzudecken. Unser Sohn konnte die Prüfung mit einem
zufriedenstellenden Ergebnis bestehen, was ein Beweis für die
Qualität von Herrn Medicis Unterricht ist.“
PONTES
„Nach meiner Ausbildung zum Kaufmann arbeitete ich im 1. Arbeitsmarkt. Aufgrund meiner
diagnostizierten Autismus Spektrums Störung gab es bei den Arbeitgebern immer wieder
Schwierigkeiten. Deshalb musste ich mehrmals die Stelle wechseln. Nach langer erfolgloser
Stellensuche durfte ich Herr Medici kennen lernen. Dank seinem Engagement und seinem
Fachwissen, sowie seiner einfühlsamen Art, sah ich den Weg in meine berufliche Zukunft
wieder etwas klarer. Er unterstützte mich im Prozess mit der IV, von der Anmeldung bis zur
Renten Zusprache. Mittlerweile arbeite ich im 2. Arbeitsmarkt und fühle mich erleichtert und
nicht mehr überfordert. Herr Medici war für mich eine sehr wichtige Person auf meinem
schwierigen Weg. Ich bin ihm dafür dankbar und kann ihn mit gutem Gewissen
weiterempfehlen.“
PONTES
„2013 hatte ich eine grössere gesundheitliche Krise. Ich war längere
Zeit in einer psychiatrischen Klinik und beruflich war ich
krankgeschrieben mit Lohnfortzahlung. Die Invalidenversicherung hat mir dann Herrn
Lorenzo Medici als Berufscoach vermittelt. Er half mir mit
verschiedenen Tests und mit dem Zusammenstellen eines
Bewerbungsdossiers. In der Woche vor den Sommerferien 2015 fand ich
dann eine Stelle als DaZ-Lehrerin, wo ich bis zu meiner Pensionierung
im Januar 2022 gearbeitet habe. Ich kann Herrn Medici wärmstens
weiterempfehlen und wünsche ihm für sein neues Projekt viel Erfolg
und alles Gute!“
MONTES
„Als Gymnasiastin besuchte ich gemeinsam mit drei Freundinnen den Nachhilfeunterricht von Herrn Medici. Der Unterricht unseres damaligen Mathematiklehrers war für uns nur schwer nachvollziehbar. Mit Herrn Medicis Unterstützung konnten wir gut vorbereitet an die Prüfungen und deutlich bessere Noten erzielen. Obwohl wir als kleine Gruppe sehr unterschiedliche Voraussetzungen mitbrachten (von einzelnen Verständnislücken bis hin zu grossen Schwierigkeiten in Mathematik), gelang es ihm, uns den gesamten Prüfungsstoff verständlich zu vermitteln.Aus heutiger Sicht als Primarlehrerin beeindruckt mich besonders, wie strukturiert Herr Medici seinen Unterricht gestaltete und dabei trotz unserer unterschiedlichen Lernstände jede einzelne von uns fördern konnte.“
Mein Weg
Ein Lebensweg ist kein gerader Pfad, sondern eine Folge von Wendepunkten,
Begegnungen und Entscheidungen. Hier erzähle ich Ihnen die wichtigsten
Stationen meines Weges.
Wurzeln und Fragen

Mein Lebensweg beginnt im Wallis – in einer Landschaft, die
Weite schenkt und Fragen hervorruft. Zwischen Bergen, Wasser
und stillen Momenten entstand früh eine Haltung, die mich bis
heute prägt: weniger das blinde Befolgen von Regeln, mehr das
forschende Verstehen. Mich interessierte nie nur, wie
etwas funktioniert, sondern warum es so ist – und was
es für den Menschen bedeutet.
Diese Suchbewegung setzte sich in meiner Jugend fort – in der
Spannung zwischen körperlicher Bewegung, Pfadi, musikalischem
und bildnerischem Ausdruck und philosophischem Denken. Ich
wollte verstehen, was den Menschen im Innersten bewegt: seine
Motive, seine Zweifel, seine Sehnsucht nach Sinn. Dabei wurde
mir zunehmend bewusst, dass Erkenntnis nicht allein aus Büchern
entsteht, sondern aus gelebter Erfahrung.
Schlüsselerlebnisse

Als Jugendlicher wurde ich auf dem Schulweg vom Gymi in Brig
nach Naters immer wieder von einem «Rocker», der etwa in meinem
Alter war, grob angerempelt. Nachdem dies so einige Male
geschehen war – ich erinnere mich noch, dass es auf der Mitte
der Rhonebrücke geschah – stellte ich ihn zum Gespräch. Fast
zwei Stunden standen wir uns so gegenüber, und ich fragte ihn
nach den Beweggründen seines Tuns, wie er sich dabei fühle,
was er so im Leben wolle. Erstaunlicherweise wurde er weder
grob noch rannte er weg. Vielmehr geschah etwas Erstaunliches:
Vor dem Abschied sagte er mir noch, ich könne jederzeit auf
seine Unterstützung zählen, falls ich Hilfe brauchen würde. In der
Folge grüssten wir uns auf dem Heimweg immer sehr respektvoll.

Ein entscheidender Wendepunkt war eine Phase, die äusserlich
unspektakulär erscheinen mag: Als ich nach der Matura über
meine weitere Ausbildung unschlüssig war, trat ich im
Thermalkurort Leukerbad eine einjährige Zwischenlösung als
Bademeister an. Doch gerade dort im Dampf des Thermalwassers –
im scheinbar Alltäglichen – öffneten sich Räume für echte
Begegnungen. Menschen erzählten von ihrem Leben, von Brüchen,
Hoffnungen und offenen Fragen. In diesen Gesprächen wurde mir
klar: Nicht Kleider machen Leute, sondern Badehosen.
Auch erinnere ich mich an meine damalige erste «handgelismete»
Theologie: Gott ist der Schöpfer; der Mensch ist Abbild Gottes
– also ist der Mensch schöpferisch.
Umwege sind keine Irrwege
Mein weiterer Weg führte mich vorerst über die katholische
Theologie in Fribourg. Hier musste ich – als bislang wenig
politisierter Mensch – erkennen, dass ethisch gutes Handeln
nicht nur durch persönliche Eigenschaften, sondern entscheidend
auch durch Machtverhältnisse bedingt wird. Nach dem Abschluss
des philosophischen Grundstudiums brach ich nach 2 Jahren das
Theologiestudium ab.
Es folgte eine Zeit der Wanderjahre mit vielen Kursen an der
Kunstgewerbeschule und klassischer Gitarre an der Musikakademie
in Zürich. Mit «Nebenbeschäftigungen» als Nachtwächter und
Portier finanzierte ich mein Leben und die vielen Velotouren
in den duftend-heissen Süden.

Langsames Einschwenken
Ende der 80er-Jahre entschied ich mich zum Studium der
Psychologie in Zürich. Rückblickend war dies eine Wendung
vom Sinnieren über Sinn hin zum wissenschaftlichen Verständnis
des Menschen als biologisches, soziales und nach Autonomie
strebendes Wesen. Besonders prägend war für mich die Einsicht,
dass wir zwar unsere Wirklichkeit im Zusammenspiel von Emotion
und Kognition aktiv gestalten – dass dabei aber dennoch der
Sinn immer die existenziell wichtige Klammer bleibt.
Im Dienst des Aufbruchs
Seit rund dreissig Jahren begleite ich nun Menschen in ihrer
beruflichen Entwicklung – insbesondere in Phasen des Umbruchs
und der Neuorientierung. In der beruflichen Reintegration
begegnete ich immer wieder Situationen, in denen es nicht
primär um Fähigkeiten oder Optionen geht, sondern um Identität,
Durchhalten und die Frage: Wie finde ich wieder eine Brücke
und Kraft – nach einem Bruch im Leben?
Diese Arbeit hat mich gelehrt, dass Beratung weit mehr ist als
die Anwendung von Methoden oder Wissen. Wissenschaftliche
Grundlagen sind wichtig – aber sie tragen nur dann, wenn sie
mit persönlicher Reife und Selbstreflexion verbunden sind.
Lebensentwürfe anderer Menschen zu verstehen, setzt voraus,
sich mit dem eigenen Lebensweg auseinandergesetzt zu haben –
mit den eigenen Brüchen, den eigenen Suchbewegungen, dem
eigenen Versagen, den eigenen offenen Fragen.
Via Medici: Weg als Methode

In diesem Sinne verstehe ich VIA MEDICI nicht nur als Konzept,
sondern als Haltung: Ein Weg, auf dem wissenschaftliches Denken,
persönliche Erfahrung, die Frage nach Sinn und die Kenntnis
der Arbeits- und Berufswelt miteinander in Beziehung treten.
Durch Zuhören wird Beratung so zu einem gemeinsamen
Erkundungsraum – also nicht im Sinne eines «Hau Ruck» oder
«Vogel friss oder stirb», sondern als Prozess des Verstehens.
Ein Prozess, in dem sich zeigt, dass Entwicklung dort möglich
wird, wo Menschen sich selbst neu begegnen.
Und dabei stösst man auf Fragen oder Themen, die man bislang
vergessen hat – oder wollte.
Denn Sinn kann nicht verordnet oder gekauft, sondern muss im
eigenen Er-Leben erfahren werden.
Was mich dabei trägt, ist ein tiefes Vertrauen in die
schöpferische Fähigkeit des Menschen: Dass er oder sie – auch
unter schwierigen Bedingungen – Wege finden kann, die stimmig
sind.
Gemeinsam den nächsten Schritt gehen?
Wenn Sie sich in einer beruflichen Umbruchphase befinden oder nach
Orientierung suchen – ich freue mich auf ein unverbindliches Erstgespräch.